Wo soll ich anfangen........

Na hier und jetzt, habe zwar schon wieder das Tennisarm-Syndrom, will aber trotzdem mal beginnen mit der Schreiberei zu dies und jenem...

Wir beschäftigen uns schon einige Zeit mit der Frage :

Wollen wir auswandern???

könnte schon sein, doch vorher, ausondieren, ausspionieren damit man nicht auf die Nase fällt wie es leider immer wieder vielen Auswanderern passiert die von sogenannten ,EWH', abgezockt werden.

Hier einige Tipps für Auswanderer:

Stellt euch zuerst folgende Fragen:

in welchem Land möchte ich Leben

wie hoch ist dort das Einkommen

wie hoch ist die Arbeitslosigkeit

wie steht es mit der Kriminalität / Sicherheit

Gesundheitswesen

Lebenshaltungskosten

WICHTIG !!

Habe ich das nötige Startkapital ?

beherrsche ich die Sprache des Landes ?

kann ich mit der Mentalität der Menschen dieses Landes umgehen?

bin ich anpassungsfähig ?

und vor allem bei Südamerikanischen Ländern -

--- Aufpassen vor Abzockern der

schlimmsten Sorte !!!!!!

meistens eigene Landleute die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen mit überteuerten Immobilien und Grundstücken

-- Hier eine recht interessante Seite :

, www.antiabzocker.net,

Ich war schon in einigen Ländern dieser Welt, habe vieles erlebt, Land und Menschen, und werde hier in meinem Blog darüber berichten,

Unsere Reise durch Marokko

Wir wollten eigendlich nach Spanien, die Küste entlang nach Almeria. Wir hatten damals einen R4, schreckliche Schaukel..hatte immer die Befürchtung in jeder starken Kurve umzukippen, ich war zu der Zeit nur Beifahrerin, meine ängstlichen Blicke hatten meinen Mann genervt, währendem ich nur den Abgrund sah, steile Küsten.....

-Morgen beginne ich mit der Geschichte, muss meinem Arm ein bisschen Ruhe gönnen, also bis morgen ...

 

12.2.08 18:08, kommentieren

wo war ich gestern stehengeblieben, ach ja bei der Horrorfahrt der Küste entlang, unser Ziel war anfangs Malaga wo wir auch nach endlosen Stunden angekommen waren, doch nirgends war mehr ein Zimmer frei, und so spontan wir wir waren sind wir wieder zurück gefahren und sind in Almeria angekommen, müde und erschöpft. Wir haben unser Auto abgestellt und sind zu Fuss auf die Suche nach einem Hotel gegangen. Haben dann ein Hotel nahe am Hafen gefunden mit annehmbaren Preisen. Wir wollten dann unser Auto holen, aber das war nicht so einfach, hatten uns den Strassennamen nicht gemerkt, war das eine Sucherei.... nach geschlagenen zwei Stunden haben wir unser Gefährt gefunden mit einem Strafzettel am Scheibenwischer.... Habe ihn zerknüllt und weggeschmissen

Am nächsten morgen wurden wir unsanft geweckt durch das Zimmermädchen, die wollte das Zimmer reinigen und war sehr unfreundlich, ich dann AUCH !!

Habe noch nie jemanden so schnell flüchten sehen, bin aber normalerweise ein friedliebender Mensch, solange man mir nicht auf die Zehen tritt...

Nachdem wir später das Hotel verlassen hatten, haben wir uns ein bisschen am Hafen umgesehen, da fiel uns eine grosse Fähre auf, wir fragten einen Mann der von der Fähre kam, voher das Schiff gekommen sei, er sagte von Melilla (Spanische Enklave bei Marokko)

Wir schauten uns an, - nichts wie ab und rüber aufs Nordafrikanische Festland, wie gesagt- spontan wie wir sind...

Wir mussten noch bis am Abend warten bis wir aufs Schiff konnten, haben eine Kabine unterhalb des Wasserspiegels bezogen, winzig klein mit Etagenbett, kam mir vor wie eine Sardine in der Büchse ....Um Acht Uhr abends legte die Fähre ab, wir haben an der kleinen Bar ein Sandwich gekauft, mein Liebster ein Bierchen dazu und ich eine Cola, eiskalt..brrrr-....in der Zwischenzeit fing das Schiff schon heftig an zu schwanken, ich fand das ganz lustig, doch einige Leute bekamen eine ganz blasse Hautfarbe....

Wir begaben uns dann in unsere luxuriöse Stahlsuite unter Deck, ich das obere Bett, was sich dann im laufe der Nacht als höchst unbequem herausstellte, musste mich nämlich festkrallen wie ein Affe damit ich nicht herunterfiel, den das Schwanken des Schiffes wurde immer stärker, wir kamen in ein heftiges Unwetter, der Stahl um uns herum knirschte, man hörte Gegenstände herunterfallen, und das schlimmste !!! gegenüber unserer Kabine befanden sich die Toiletten!!! Die ganze Nacht hörten wir ein andauernes "Gekotze" weiss das tönt nicht anständig, aber anders kann man es fast nicht ausdrücken, die armen Menschen taten mir fast leid, denn ich fühlte mich pudelwohl wie in einer Schaukel, das eiskalte Cola in meinem Magen blubberte von einer Seite zur anderen...

Nach langen acht Stunden überfahrt haben wir die Küste gesehen, Hurra wir sind bald da!

Nachdem wir vom Schiff runterwaren gingen wir zuerst einen "café con lecce" trinken, es war heiss schon am Morgen, Melilla ist zwar spanisch, aber doch schon sehr orientalisch, Im Zentrum die spanischen Bauten, und auf der Anhöhe die marokkanischen Hauser, wie Bienenwaben ineinander verschachtelt.

Wir fuhren dann Richtung Grenze, der marokkanische Grenzbeamte nahm uns dann zur Seite, schaute unsere Pässe genau an und sagte wir müssen warten, warteten volle zwei Stunden bis wir den Stempel im Pass hatten, er hatte ein Grinsen im Gesicht , ich habe zurückgegrinst,wir sind ins Auto eingestiegen, mein Liebster hat dann Gas gegeben....

so morgen gehts dann weiter mit der Reisegeschichte..

 

 

13.2.08 17:44, kommentieren

Nach der Geschichte mit der warterei beim Zoll fahren wir nun Richtung Nador, das ist die nächstgelegene Stadt, nur wenige Kilometer von Melilla entfernt.

Ich schaue gespannt links und rechts, alles recht ungewohnt. Es ist heiss und wir sind müde. Ich möchte endlich ein bisschen ausruhen, also suchen wir ein Hotel das vertrauenserweckend aussieht. Tatsächlich an der Uferpromenade sehen wir ein sehr schönes Hotel, davor stehen zwei Polizeibeamte in Galauniform. Wir parkieren unser Auto und betreten dann das Hotel, der Eingansbereich ist sehr gepflegt, europäischer Standart, die Preise allerdings auch....      doch was solls, das Zimmer ist sehr schön mit Blick auf den Garten und Pool. Wir haben uns ein paar Stunden hingelegt. Am Abend sind wir ins Restaurant gegangen und haben eine Kleinigkeit gegessen, es hatte ein paar Europäer und noch mehr arabische Gäste, alle sehr elegant gekleidet, waren irgendwelche reichen Geschäftsleute, jetzt war uns auch klar, warum Wachposten vor dem Hotel standen.Wir begaben uns dann auf unser Zimmer, ich hatte Bauchschmerzen und schlecht war mir auch, irgend was am Essen ist mir nicht bekommen, lag also im Bett und habe gelitten , und dann fing es an ,- mit der arabischen Musik, unten im Garten, war ein Fest der Araber, es wurde immer lauter, wir konnten kein Auge zumachen, und das die ganze Nacht lang, gegen morgen bin ich dann vor Erschöpfung eingeschlafen...   

Am morgen ging es mir dann besser, wir gingen zum Frühstück runter, es gab europäisches Frühstuck , als ich mir die Aprikosenmarmelade aufs Brot schmieren wollte, entdeckte ich eine fette Fliege die Ihr Leben im Marmeladenglas ausgehaucht hatte, ich rief den Kellner und verlangte eine andere Marmelade, er nahm das Glas mit und brachte mir ein anderes, das aber eine frappierende ähnlichkeit mit dem vorigen hatte (Fliege entfernt, gleiches Glas) Marmelade war trotzdem gut

Danach wollten wir uns umsehen, verliessen also das Hotel und begaben uns zu Fuss auf Erkundungstur. Das Hotel lag direkt am Meer, aber das war gar nicht idyllisch, es kam ein bestialischer Gestank vom Wasser her !  Das warum war schnell klar, die liessen ihr Abwasser direkt ins Meer laufen, pfui Teufel  

also schnell weg, wir fanden uns dann später auf dem Souk (Markt) alles sehr farbenfroh, die Luft roch nach den verschiedensten Gewürzen. Alles war sehr interessant aber ich fühlte mich irgendwie unwohl, denn ich wurde begafft von sämtlichen Männern, so habe ich mich dann an meinem Liebsten festgekrallt, sah mich in Gedanken schon verschleppt in einem Harem

Auf mein Drängen steuerten wir das nächstgelegene Kleidergeschäft an, ich kaufte mir landesübliche Frauenbekleidung inklusive Kopftuch, als ich das an hatte fühlte ich mich gleich wohler, keine lüsternen Blicke mehr......

Neugewandet fühle sich mein Ego gleich sicherer, und der Markt war voller Dinge die ein Frauenherz erfreuen, mein Liebster wollte dann noch in eine andere Ecke des Marktes, vor uns lag ein längliches, grosses flaches Gebäude, darin befand sich der Schlachthof, überall hing das Fleisch von frisch geschlachteten Schafen, Köpfe, Hufe, sonstige Fleisch- und Körperteile die ich so sonst noch nie getrennt von einem Tier sah, und der Gestank, eine Mischung aus Blut und Verwesung,-  hat keine Hungergefühle bei mir ausgelöst  , wir sind dann zum Hotel zurückgegangen, ich wollte mich noch ein bisschen im Pool abkühlen, als wir dann unten beim Pool waren, hatte ich ganz schnell keine Lust mehr zum Baden, nur lauter Männerrrrrrrrr  .... Nein, das habe ich mir nicht angetan, die Dusche im Zimmer war doch entspannender .......

Am Abend ginngen wir an der Uferpromenade spazieren, wo reger Betrieb war, die Luft war angenehm, es ging ein leichter Wind, das Meer war ruhig, wir setzten uns auf eine Bank und genossen die vielen fremden Eindrücke, da näherten sich uns zwei junge Männer und begrüssten uns auf französisch, es entwickelte sich ein interessantes Gespräch, es wurde später und später, ich war müde, so verabschiedeten wir uns, haben uns aber verabredet für den nächsten Morgen, - der Beginn unserer abenteuerlichen Reise durch Marokko

morgen mehr davon ......

15.2.08 18:08, kommentieren

so bin wieder hier !!

wir haben uns mit unseren zwei neuen Bekannten Abdesslam und Farid am morgen an der Uferpromenade getroffen, , ich war noch ein bisschen skeptisch, man weiss ja nie an was für komische Vögel man geraten kann, aber es wurde ein schöner Tag, die beiden zeigten uns Ecken in der Stadt, wo wir uns alleine nie hingetraut hätten. Später am Abend holten sie uns ab und haben uns zu den Eltern von Abdessalam eingeladen. Es war ein grosses schönes Haus, mit einer imposanten Eingangstür, als wir eintraten befanden wir uns in einem quatratischen

 Innenhof, das Haus war 3 Stockwerke hoch, oben waren Fenster zum Hof. Hier im Parterre befand sich das Wohnzimmer mit dem Fernseher und ein paar Stühlen, dahinter ein Raum in dem die Küche war.

Abdessalams Eltern kamen auf uns zu und begrüssten uns ganz freundlich, er ein älterer Mann von der vielen Arbeit gezeichnet, seine Frau kleiner und rundlicher mit dem typischen Kopftuch, und sie begrüssten uns mit

- Guten Abend !!  Deutsch !!  Welche überraschung !

Die beiden lebten und arbeiteten über 20 Jahre lang in Frankfurt.

Wir wurden zum Essen eingeladen, es gab Couscous mit Hühnchen und Schaffleisch, dazu grünen Tee, hat hervorragend geschmeckt.

Unsere beiden Freunde begleiteten uns dann noch zum Hotel zurück.

Am Morgen wurden wir dann wieder abgeholt, Abdesslam gab uns dann bekannt, das seine Eltern uns eingeladen haben, bei Ihnen zu wohnen, darauf haben wir im Hotel ausgecheckt . Wir bekamen ein wunderschönes Zimmer in hellblau gestrichen mit einem riesigen Doppelbett. Das Badezimmer war gross mit Dusche und einer gewöhnungsbedürftigen Toilette, ein Loch mit Spüle, hoffendlich triff ich das Loch

Am andern morgen gab es ein kalorienreiches Frühstück, Spiegeleier auf einem Meer von Olivenöl, hat super gut geschmeckt, dazu Fladenbrot und Früchte.

Nun wir wollten auch etwas vom Land sehen, so haben wir beschlossen, mit dem Zug nach Ujda zu fahren. Unsere beiden Freunde waren mit von der Partie. Sie besorgten die Bahntickets und wir bezogen unser Zugabteil, wo schon ein Soldat sich es bequem gemacht hatte. Er bot uns Kaktusfeigen an, die Dinger sind ganz schön stachlig, unsere Begleiter haben die Feigen für mich geschält , mein Mann hat nur noch geklotzt, das ist der Vorteil eine Frau zu sein

Langsam wurde ich müde, wir sind eingedöst, da ging das Zugabteil auf, der Schaffner verlangte die Tickets, aber oh Schreck, unsere beiden Freunde hatten nur Holzklasse gelöst, wir waren aber im 1.Klasse Abteil, gut mussten nachzahlen, etwa 10 Dirham für alle. Die Fahrt dauerte und dauerte, wir versuchten etwas zu schlafen, bin aber aufgewacht, als ich dem Mund voller Sand hatte, das Fenster war einen Spalt weit auf, und draussen war ein Sandsturm, deshalb fuhr der Zug auch sehr langsam und wir brauchten geschlagene acht Stunden bis wir in Ujda ankamen. Mir tat jeder einzelne Knochen weh. Mein Mann musste dann unbedingt auf die Toilette, (Wirkung der Kaktusfeigen? ) Fand die Toilette, kam aber raus und versuchte Toilettenpapier aufzutreiben, bekam dann von einem netten Verkäufer einen Briefumschlag , ha ha, er verschwand dann wieder auf der Toilette , aber keine Minute danach kam er rausgestürmt, war ja so eine Toilette nur mit Loch, wie mein Mann dann erzählte, kam eine Ratte raus, mein Mann hatte Angst um seine Männlichkeit

Ujda ist eine sehr dreckige Stadt an der Grenze zu Algerien, viele Bettler sind uns begegnet,die Menschen waren schlecht gekleidet im Gegensatz zu Nador.  Europäer haben wir keine gesehen, wir waren glaube ich die Einzigen in ganz Ujda. Wir haben uns auf die Suche gemacht nach einem Hotel, Farid hat dann für uns alle ein Zimmer genommen, der Rezeptionist war nicht so erfreut, als er uns gesehen hat, für Europaer hätte er das mehrfache verlangt als das was wir bezahlt hatten, wir bezahlten pro Person 3 Dirham. Das Zimmer war gross, mit vier Betten ausgestattet, an jeder Wand stand ein Bett, Die Bettlaken waren noch warm vom vorigen Benützer und am Boden hatte es noch ein paar Kakerlaken in Monstergrösse, allerdings waren die schon ermordet worden, ich war müde, das hat mich auch nicht mehr gestört, wollte nur noch schlafen, hoffendlich schnarrchen meine Mitschläfer nicht.

13.3.08 20:03, kommentieren